Informatik

Informatik verarbeitet Informationen systematisch, um sie Anwendungen zuzuführen. Im modernen Sprachgebrauch versteht man darunter die IT-gestützte Informationsverarbeitung, historisch hat sich die Informatik aus der Mathematik und der Entwicklung von Rechenanlagen entwickelt. 

Historisches

Moderne Rechensysteme basieren auf binären Zahlensystemen, die in der Mathematik schon im 17. Jahrhundert erforscht wurden. Weitere theoretische Grundlagen schufen im 19. Jahrhundert der Mathematiker Georges Boole und im frühen 20. Jahrhundert Alan Turing, der ein mathematisches Maschinenmodell entwickelte. Konrad Zuse baute 1937 den ersten Computer in heutigem Sinne. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte sich der Begriff “Informatik” für computergestützte Rechenoperationen durch, 1970 begann in Deutschland die universitäre Ausbildung von Informatikern. Die Entwicklung von Rechenmaschinen selbst, der zweiten Wurzel der Informatik, ist ebenfalls sehr alt, man kann sie bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen.

Informatik heute

Informatiker werden an Hochschulen ausgebildet und programmieren anschließend Hardware- und Softwareanwendungen, betreuen sie, administrieren IT-Systeme und leiten entsprechende Projekte. Auch im Marketing und im Vertrieb werden sie eingesetzt. Hochschulen bieten als Kurse auch das Studium von Teilbereichen der Informatik an, hierbei erfolgt die Konzentration zum Beispiel auf Wirtschaftsinformatik, angewandte Informatik und Informatik für die Umwelt-, Bio-, Ingenieurs-, Geo-, Medizin- oder Medieninformatik. Man unterscheidet theoretische und praktisch-technische Informatik.